Logo der Uni Bonn, Link zur Homepage der Universität Bonn Logo der AG Gravitationsbiologie, Link zur Startseite Schriftzug Gravitationsbiologie, Link zur Startseite Logo des IMBIO, Link zur IMBIO-Homepage Link zur Homepage des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technik Link zur Homepage des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt Kopfzeile des Layouts: Gravitationsbiologie - Forschung im Weltraum und auf der Erde

+++ Stellenangebote +++

Studentische Hilfskraftstelle / Laborblock:


Einfluss von Magnetfeldern auf die Position der Statolithen in den Schwerkraft-wahrnehmenden Chara Rhizoiden


Die Fähigkeit zur Wahrnehmung der Schwerkraftrichtung ist lebenswichtig für alle Organismen. Pflanzenwurzeln richten sich nach der Schwerkraft aus, um Nährstoffe und Wasser aufzunehmen, während sich die grünen Sprosse entgegen der Schwerkraft ausrichten, um ins Licht zu gelangen, wo sie Photosynthese betreiben und Reservestoffe produzieren. Die Wahrnehmung der Schwerkraft erfolgt in spezialisierten Pflanzenzellen, den Statozyten, z.B. in Spross und Wurzel. Die Zellen besitzen schwere Organellen, die Statolithen, die bei Lageveränderung der Pflanze in Richtung des Schwerkraftvektors sedimentieren. Die schwerkraftinduzierte Verlagerung der Statolithen führt zur Aktivierung von Rezeptorproteinen, was über eine Kaskade von Signalprozessen schließlich zu einer gravitropen Antwort, dem schwerkraftorientierten Krümmungswachstum, führt. Die molekular- und zellbiologischen Erkenntnisse, die in den letzten Jahren gewonnen wurden, haben das Verständnis der dieser Reaktion zugrunde liegenden Prozesse entscheidend erweitert. Dagegen sind die frühen Prozesse der Schwerkraftwahrnehmung, die Aktivierung von Schwerkraftrezeptoren durch die Sedimentation der Statolithen, und die frühe molekulare Signalprozesskette bis dato unaufgeklärt. Derzeit werden in der Arbeitsgruppe Gravitationsbiologie zell- und molekularbiologische Arbeiten mit dem Ziel durchgeführt, die frühen molekularen Prozesse der Schwerkraftwahrnehmung in Pflanzen aufzuklären.

Die Analyse der Verlagerung der Statolithen in unterschiedlichen Gravitationsfeldern ist die Grundlage für die Bestimmung der Zytoskelettkräfte, die an der Statolithen-positionierung in den Chara Rhizoiden beteiligt sind. Die schwerkraftabhängige Verlagerung der Statolithen in Rhizoiden wurde bereits unter realen (SpaceShuttle, TEXUS, MAXUS) und simulierten (Klinostaten, Magnetfelder) Mikrogravitationsbedingungen untersucht. Derzeit erfolgen weitere Experimente zur Untersuchung der Effekte von verschieden starken Magnetfeldern auf die Position der Statolithen im High Field Magnet Laboratory in Nijmegen. Für unsere Arbeit benötigen wir Hilfe bei der Kultivierung der Rhizoide, der Durchführung von HGMF (High Gradient Magnetic Field)-Experimenten und der anschließenden Analyse der Verlagerung der Statolithen in den Chara Rhizoiden als Antwort auf verschiedene Magnetfelder.

Weitere Infos:

Nicole Vagt

 

 

 

PD Dr. Markus Braun

 



 

 

Tel.: +49-(0)228-73-2686



 

 

Laborblöcke:

Für Studierende im Haupstudium haben wir Laborblöcke in
verschiedenen Themenbereichen zu vergeben:

- Molekulare Analyse gravitroper Signalprozesse

- Charakterisierung von Komponenten der gravitropen Signalkette

- Bodenkontrollexperimente zu aktuellen Mikrogravitationskampagnen

Weitere Infos zu Diplomarbeiten oder Laborblöcken:

PD Dr. Markus Braun

Tel.: +49-(0)228-73-2686
Fax: +49(0)228-73-2677
E-Mail:

© Institut für Molekulare Physiologie und Biotechnologie der Pflanzen IMBIO, AG Gravitationbiologie  ( © Fabian A. Paul )