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+++ Parabelflugkampagne +++

 

Differenzielle Genexpression von Pflanzen in Schwerelosigkeit

Tagebuch der Kampagne  -  [ Seite 1 ]  -  [ Seite 2 ]

17.09.2007 + + + Au revoir! À bientôt! + + +
 

Heute heißt es wieder Abschied nehmen! Wir winken ein letztes Mal unseren französischen Kollegen zu und schauen dem A300 Zero-G auf der Startbahn hinterher.

 

Mit einem weinenden Auge darüber, dass diese Kampagne schon wieder vorbei ist, und mit einem lachenden Auge darüber, dass die Technik unserer Experimentracks so einwandfrei funktioniert hat, packen wir alles zusammen und machen uns auf den Heimweg zurück ins Institut.

 

Mit den einzigartigen Erinnerungen an diese Flugwoche im Gepäck beginnen wir nun mit der eigentlichen Laborarbeit und der Analyse unserer zahlreichen Proben.

16.09.2007 + + + 2.VIP-Flug am Tag der Luft- und Raumfahrt + + +

Zahlreiche Radio- und Zeitungsreporter sind heute wieder mit an Bord. Das Interesse an den wissenschaftlichen Versuchen ist groß und die Experimentatoren sind während der Pausen zwischen den Parabeln damit beschäftigt, alle Fragen zu beantworten.

 

Am Nachmittag dieses letzten Flugtages nutzen die Besucher am Tag der Luft- und Raumfahrt die einmalige Gelegenheit, einen Blick in den Parabelflieger zu werfen. Die Interessierten nehmen die lange Warteschlange gerne in Kauf, um sich über die außergewöhnlichen Experimente im Innern des A300 Zero-G zu informieren.

 

15.09.2007 + + + Schreck am Morgen des 1.VIP-Fluges + + +

 

Nachdem wir den flugfreien Freitag zur Erholung von den vielen Eindrücken der Woche genutzt haben, bekommen wir am frühen Morgen bei Ankunft am Flughafen-Terminal einen kleinen Schreck. Wir beobachten ein Dutzend Feuerwehrmänner, die mit zahlreichen Besen bewaffnet eine Kerosin-Pfütze unter unserem geliebten A300 Zero-G wegkehren. Die französische Novespace Crew versichert jedoch, dass für den heutigen VIP-Flug alles in technisch einwandfreiem Zustand ist.

Kathi, Astrid, Nicole und Jens bilden heute die Bodenmannschaft. Wir freuen uns über einen weiteren erfolgreichen Flugtag mit 12 Parabeln und sind  erleichtert, als wir Markus in Begleitung von ESA-Astronaut Thomas Reiter aus dem Flieger kommen sehen.

13.09.2007 + + + Bilderbuchwetter für den dritten Flugtag + + +

 

Mit gemischten Gefühlen und mit vielen guten Tipps und Wünschen für ihre ersten Mikro-G-Erfahrungen beladen betritt Kathi den A300 Zero-G. Astrid, Nicole und Markus verfolgen gebannt den Funkkontakt mit dem Cockpit. Es gibt Probleme mit der Stromversorgung, aber dann Aufatmen – es kommt Entwarnung. Im Terminal West wird also weiter fleißig Trockeneis produziert, damit die Proben aus den Rackkammern bei kuscheligen -70 Grad Celsius ihren Weg ins Bonner Labor finden.

12.09.2007 + + + ... und der zweite Flugtag folgt sogleich + + +

 

Am heutigen Flugtag lösen Jens und Nicole als alte Hasen noch einmal ihr Flugticket ins Zero-G-Glück. Sie genießen das Schweben und sind sich einig: Routine wird das nie sein! Wir sind glücklich über einen sehr reibungslosen Experimenttag. Nach der Landung bringen wir unsere gefrorenen Keimlinge sicher ins heimische Labor zur molekularen Analyse.

 

11.09.2007 + + + Jens und Astrid in den Startlöchern + + +

 

Wir fiebern alle dem ersten Flugtag entgegen, an dem Astrid in den gehobenen Kreis der Paranauten aufgenommen wird. Im Morgengrauen werden unsere Pflänzchen durch letzte Handgriffe von Kathi und Nicole auf ihre erste Mission vorbereitet, während Jens und Astrid schon die ersten Kohlendioxid-Flaschen ins Flugzeug schleppen.

Mit großem Galgenhumor übersteht Astrid ihre ersten Parabeln. Zum Glück sind ja immer genug Papiertüten und orange Engel mit an Bord ;-). Dank der hervorragenden Unterstützung durch unsere französischen Freunde werden die Proben erfolgreich schockgefroren.

 

10.09.2007 + + + Flight Readiness und Safety Briefing + + +

 

Jetzt ist es amtlich - wir dürfen fliegen. Beide Racks haben den kritischen Blicken und Rapplern der französichen Prüfern von CEV standgehalten. Die monatelange Arbeit hat sich gelohnt. Dann doch noch eine kleine Schrecksekunde – die Isolierung unseres beheizten Abgasschlauchs fängt an zu schmurgeln und riecht verdächtig. Ein schneller Besuch im Baumarkt und das richtige Isolierungsmaterial (bis 1000 Grad Celsius belastbar) löst das Problem. Nach den obligatorischen Instruktionen beim Safety visit gibt es hervorragenden französischen Rotwein aus Saint Emilion und deutschen Weiswein. Eine gute Kombination – allerdings nur für die, die am nächsten Tag nicht fliegen. Wir können sogar den ein oder anderen Franzosen von den Vorzügen eines gut gekühlten Glas Kölsch überzeugen.

07.09.2007 + + + Ready for Flight  + + +

 

Während Jens im Flieger noch die ein oder andere Leitung des Racks isoliert, bereiten Astrid, Kathi, Andreas und Nicole im Labor weitere Arabidopsis-Proben vor. Tausende von Arabidopsis-Samen werden liebevoll in Petrischalen angesetzt, auf dass die Keimlinge alle als „kleine Testpiloten“ nächste Woche bei den Parabelflugexperimenten mit an Bord sind. Der letzte Tag der ersten Kampagnenwoche endet mit weiteren erfolgreichen Einfriertests. Wir gehen zufrieden ins Wochenende und freuen uns schon mit einem leichten Kribbeln im Bauch auf die bevorstehende Flugwoche.

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 Wir danken der

Feinmechanik Werkstatt IMBIO

für die unermüdliche Unterstützung unseres Projektes !!!

INSTITUT FÜR CHEMIE UND
DYNAMIK DER GEOSPHÄRE
ICG III


© Institut für Molekulare Physiologie und Biotechnologie der Pflanzen IMBIO, AG Gravitationbiologie  ( © Fabian A. Paul )